Denkmalpflege


Bereits im Hochmittelalter war der Schiefer als feuerfestes Deckungsmaterial zur Deckung von Dächern bekannt. Damals beschränkte sich die Nutzung des Schiefers auf hochrangige Bauten wie Kirchen und Burgen und fand Verbreitung nur im unmittelbaren Umkreis der jeweiligen Gruben im Mittelgebirge. Zunächst diente Schiefer also einzelnen Gebäuden als lang haltbare Deckung.

Das Schieferdach hob die Gebäude schon auf Grund der dunklen und glänzenden Farbwirkung aus den umliegenden, etwa mit Stroh, Ziegel oder Sandstein gedeckten Bauten deutlich hervor und unterstrich den Wert und den Rang des so ausgezeichneten Bauwerks. Eine ähnliche Farb- und Oberflächenwirkung ging sonst nur von einer Eindeckung mit Bleiplatten aus, die daher in der Neuzeit häufig von einer Schieferdeckung abgelöst worden ist.

Die Kleinteiligkeit der Schiefer ermöglichte in besonderem Maße die Deckung von stark gekurvten und gekrümmten Dächern. Seine Bedeutung als geeignetes Material für Turmdächer und schwierige oder komplizierte Stellen der Dachdeckung blieb dem Schiefer bis heute erhalten.

Erst im Lauf des 18. Jahrhunderts verbreitete sich die Verwendung des Schiefer als Baustoff in einigen Landschaften sehr schnell. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bestand die Hauptverwendung des Schiefers weniger in der Deckung der eigentlichen Dachflächen als vielmehr als Fassadenbehang. Auch als Wetterschutz spielte Schiefer in regenreichen Landschaften eine entscheidende Rolle. So findet man weit verbreitet Fassaden, die mit kunstvollen Ornamenten ausgeführt sind.

Heute hat Schiefer nicht mehr nur wie früher eine Schutzfunktion, sondern wird vermehrt durch innovative Solarsysteme als Nutzsystem-Lösung eingesetzt.

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Schiefergruben
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